Auch in der Schweiz gibt es benachteilige junge Menschen - viele von ihnen leiden unter Substanzabhängigkeit und sind damit von der Gesellschaft ausgestossen. Die Ursachen und tragischen Hintergründe der einzelnen Schicksale sind vielfältig, und haben in den allerwenigsten Fällen in irgend einer Form mit schlechtem Charakter oder den gängigen Vorstellungen zu tun, was einen "guten" Menschen ausmacht. Oft ist die Sucht durch das Fehlen jeglicher Akzeptanz, Perspektive oder Hoffnung bisweilen der naheliegendste und kurzfristig erträglichste Weg, mit dem Leben noch klarzukommen. Unser Projektleiter, Michael Schöpf aus Herisau, war selbst einer dieser in diesem Sinne hoffnungslosen Fälle. Er konnte aber mit der Hilfe Gottes und der Unterstützung von Fachpersonen, wieder Hoffnung und Perspektive gewinnen und damit seine Sucht überwinden. Er verschenkt heute sein Herz an seine "Leidensgenossen". Michael Schöpf hat eine aussergewöhnliche Begabung, mit drogenabhängigen Menschen auf der Strasse ins Gespräch zu kommen, Ihnen Liebe und Verständnis zu vermitteln, und so ein tragfähiges Vertrauensverhältnis aufzubauen. Ziel der Streetworkers ist vor allen Dingen eines: Suchtkranke Menschen aus sozialen Randgruppen zu motivieren, eine zunächst akute Entzugstherapie zu machen, und in der Folge eine längerfristige Therapie zu beginnen, damit sie in ein abstinentes Leben finden. Ohne Gottes Hilfe, und ohne eine auch aus sozialer Sicht grundlegende Veränderung ihres Lebens, ist dies nur schwer möglich. Der Glaube soll und kann ihnen den, für uns alle in jeder Hinsicht auch, nötigen Lebenssinn geben. Aus diesem Grund werden die Ausstiegswilligen während der ganzen Therapiezeit, und danach auch in der sozialen und gesellschaftlichen Integration, weiter betreut.
Die Arbeit mit Drogenabhängigen (wozu der Alkohol oder Medikamente mit psychischem und physischem Suchtpotential auch gehören) besteht bereits in Zürich - hier in Zusammenarbeit mit dem Chrischtehüsli - und soll aber auf weitere Städte wie St. Gallen, Luzern, Bern und Basel ausgeweitet werden. Auch für dieses Projekt sind Spenden, und Mitarbeit in Absprache mit der Projektleitung, jederzeit herzlich willkommen.